Der große Transporter- Sommerreifen-Vergleich 2019

Der ADAC hat den großen Sommerreifentest für Transporter 2019 durchgeführt. Wir haben für Sie alle wichtigen Infos des Tests zusammengefasst und geben unsere Empfehlungen, worauf Sie beim Sommerreifenkauf (nicht nur) in diesem Jahr achten müssen. 

Sommerreifen für Kleintransporter

Vorweg eine Anmerkung: Der ADAC testete die Reifengröße der Dimension 215/65 R16 C, die auf vielen Transportermodellen verwendet wird, auch wenn etwa beim Fiat Ducato die Reifengröße 215/70 R15 üblich ist. Im Prinzip lassen sich die Test-Ergebnisse aber auch auf geringfügig abweichende Reifengrößen übertragen. Insgesamt wurden 16 Modelle mit dieser Reifengröße getestet.

Diese Transporter-Sommerreifen testete der ADAC

  • Apollo Altrust
  • Goodyear EfficientGrip Cargo
  • Pirelli Carrier
  • Continental ContiVanContact 200
  • Maxxis Vansmart MCV3+
  • Kumho PorTran KC53
  • Falken Linam Van01
  • Uniroyal RainMax3
  • Michelin Agilis+
  • Fulda Conveo Tour 2
  • Nexen Rodian CT8
  • Sava Trenta 2
  • Semperit Van-Life 2
  • Hankook Vantra LT
  • Kleber Transpro

Doch das Ergebnis des Tests ist alles andere als Positiv, denn nur fünf Reifen konnten noch die Note „befriedigend” holen – alle anderen erhielten gerade einmal ein ausreichend oder gar mangelhaft. Laut ADAC führen bei den meisten Modellen fast immer „gravierende” Defizite im Nässeverhalten zu einer Abwertung und auch die fünf „Testsieger” können sich nicht in strahlendem Licht sonnen.

Doch was sind die Kritikpunkte im Detail? Oft zeigt sich eine sehr schwache Seitenführung, das wirkt sich sogar beim Bremsverhalten von vier Modellen bei Nässe aus und kann nicht mehr als ausreichend bewertet werden. Lediglich der Continental kann beim Trockenverhalten punkten und erreicht dadurch eine 3,4. Doch auch er zeigt Schwächen beim Nässeverhalten.

Denn obwohl im Sommer das schöne und warme Wetter dominiert, ist man doch nicht vor plötzlichen Schauern oder Hitze-Gewittern gefeit, sodass das Verhalten bei Nässe auch bei Sommerreifen essentiell ist. Die ersten Plätze im Test werden von Apollo, Goodyear, Pirelli, Nokian und Continental belegt. Aber selbst der Apollo sowie der Goodyear zeigen bei Nässe Schwächen, dafür hält der Goodyear im Verschleißtest fast doppelt so lange wie der Apollo. Pirelli und Nokian haben dagegen leichte Nachteile beim Nassgriff und erreichen noch ein „befriedigend“. Im Gegensatz zum Nokian zeigt der Pirelli im Verschleißtest aber ein „sehr gutes“ Verhalten.

Die beiden Modelle, die nur auf ein „ausreichend” kommen, sind Maxxis und Kumho, beide zeigen ein schwaches Verhalten auf nasser Fahrbahn. Während Maxxis bei Trockenheit noch „gut“ und im Verschleiß „sehr gut“ abschneidet, zeigt das Modell von Kumho deutliche Schwächen auch auf trockener Fahrbahn.

Das gemeinsame Problem der Reifen

Beim Test des ADAC wurde deutlich, dass der Grund für das niedrige Gesamtniveau bei Nässe der „Zielkonflikt Nassgriff gegen Laufleistung“ ist. Die meisten Transporterreifen sind laut ADAC auf Spritersparnis und Laufleistung ausgelegt – zu lasten der Bremswege bei Nässe sowie einer instabilen Seitenführung. Die drei Besten im Verschleiß sind noch Sava, Fulda, Michelin, wobei auch diese nur mit „mangelhaft“ bei Nässe abschneiden. 

Die Bremswege im Vergleich

Besonders beim Vergleich der Bremswege wird der oben bereits genannte „Zielkonflikt” zwischen Verschleiß und dem Verhalten bei Nässe deutlich. Die beiden Modelle Sava und Fulda haben den zweit- bzw drittlängsten Bremsweg im Vergleich. Die Bremswege wurden aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h bei Nässe getestet und an dem Punkt, an dem Apollo – der beste Reifen im Test – bereits stand, beträgt die Restgeschwindigkeit beim Modell Kleber immer noch ganze 36 Stundenkilometer. Das ist im Fazit kein besonders positives Ergebnis. Daher lautet die klare Empfehlung beim Fahren von Transportern bei Nässe: Fahren Sie defensiv und vorausschauend und achten Sie auf einen größeren Sicherheitsabstand, denn ist gibt kaum einen Reifen, der auf nasser Fahrbahn eine wirklich gute Bremsleistung abliefern kann.

Tipps für den Reifenkauf

Bevor Sie einen Reifen kaufen, sollten Sie Rücksprache mit Experten halten und sich darüber im klaren sein, welchen Anforderungen die Reifen genügen sollen. Wenn Sie besonderen Wert auf gute bzw. befriedigende Eigenschaften auf trockener und nasser Fahrbahn bei vergleichsweise geringer Jahresfahrleistung legen, dann ist der Apollo der Richtige für Sie. Gute Fahreigenschaften auf trockener Fahrbahn, kann man vom Apollo oder dem Goodyear erwarten. Wenn Sie auf geringen Kraftstoffverbrauch setzen, sollten Sie sich ebenfalls auf den Goodyear oder dem Continental verlassen. Die Profile dieser Reifen unterstützen die Abrolleigenschaften, fordern aber höheren Verschleiß. In diesem Punkt macht der Sava die beste Figur.  

Das müssen Sie beim Transporter Reifenkauf beachten

Schauen Sie beim Reifenkauf auf die Seitenwand des Reifens bzw. in den Zulassungsschein – hier befinden sich alle Informationen, die Sie benötigen. Laut EU-Norm ECE-R 30 sieht dieser Schriftzug auf der Seitenwand so aus: 215/70 R15 109S .

Die Angaben zur Reifengröße bedeuten (v. l. n. r.):

  • Reifenbreite
  • Querschnittsverhältnis
  • Raddurchmesser
  • Lastindex
  • Geschwindigkeitsindex

Besonders die letzten zwei oder drei Ziffern plus Buchstabe sollten Sie sich genau ansehen. Hier stehen nämlich der Lasten- und der Geschwindigkeitsindex.

Der Lastindex:

Der Lastindex Ihres Reifens bezieht sich auf dessen maximale Tragfähigkeit (in kg). Er ist rechts vom Durchmesser zu finden. Ein Reifen mit dem Lastindex 109 kann z. B. 1.030 kg tragen

Der Geschwindigkeitsindex:

Der Geschwindigkeitsindex zeigt die Höchstgeschwindigkeit eines Reifens bei korrektem Luftdruck und unter Last an. Ein Reifen mit dem Geschwindigkeitsindex S ist beispielsweise für eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h geschaffen.

So wählen Sie den richtigen Sommerreifen für Ihren Transporter

Beim Reifenkauf ist es also in erster Linie erforderlich, dass Sie die für Ihr Transporter-Modell zugelassene Reifengröße sowie den Lastindex und den Geschwindigkeitsindex beachten – und anschließend den möglichst besten Reifen auswählen, was Bremsleistung, Abrollgeräusche und Verbrauch betrifft. Unsere Service-Mitarbeiter stehen Ihnen bei der Auswahl natürlich gerne zur Seite.

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