Sicher vor der Reifenpanne: So gehst du richtig vor!

Die richtige Bereifung deines Fahrzeuges ist die Grundlage für ein gutes Fahrgefühl, einen geringeren Kraftstoffverbrauch, aber vor allem für deine Sicherheit. Daher kommt es nicht nur auf Fachwissen beim Reifenkauf an, sondern auch auf den richtigen Umgang im Falle einer Panne. Erfahre im folgenden Artikel alle notwendigen Informationen über das richtige Vorgehen bei einer Reifenpanne.

Erste Hilfe für den Reifen: Besser haben als brauchen

Eine Reifenpanne ist eine ärgerliche Angelegenheit. Auch wenn es laut ADAC-Statistik nur alle 150.000 Kilometer passiert, sollte man trotz richtiger Reifenpflege wissen, wie man mit einem platten Reifen umgeht.

Unser Tipp: Habe immer ein Notrad oder im besten Fall ein Reserverad dabei. Für kleine Verletzungen am Reifen hilft oftmals schon ein Reifen-Pannenset, das sich auch bequem und einfach im Kofferraum neben dem Erste-Hilfe-Kasten verstauen lässt. Solltest du keines dieser Hilfsmittel im Auto haben, empfehlen wir, die Nummer eines Pannenservices immer im Fahrzeug mitzuführen.

Platter Reifen: Diese 4 Schritte solltest du befolgen

Schritt 1: So macht sich der beschädigte Reifen bemerkbar

Ein defekter oder gar geplatzter Reifen macht sich in erster Linie durch ein Klackern des Reifens oder sogar Kontrollverlust beim Lenken bemerkbar, wenn das Fahrzeug ins sogenannte "Schwimmen" kommt. Starkes Gegenlenken oder Panik solltest du jetzt auf jeden Fall vermeiden.

Schritt 2: Kontrolle gewinnen und Fahrbahn verlassen

Schalte zuerst den Warnblinker ein und lasse dein Fahrzeug, wenn möglich, auf dem Standstreifen oder einer Haltemöglichkeit ausrollen. Spurwechsel solltest du nur mit größter Vorsicht durchführen, denn bei abnehmender Geschwindigkeit wird die Gefahr von Auffahrunfällen deutlich größer. Allerdings solltest du möglichst nie auf der linken Spur stehen bleiben, denn das ist noch gefährlicher!

Schritt 3: Ruhe bewahren und Gefahrenstelle sichern

Nachdem alle Personen auf der fahrbahn-abgewandten Seite ausgestiegen sind und ihre   Warnwesten angezogen haben, kannst du das Pannenfahrzeug mit dem Warndreieck absichern. Danach solltest du dich zu den anderen Personen abseits vom Verkehr in Sicherheit begeben.

Schritt 4: Problem identifizieren und Lösungen abwägen

Je nachdem, ob ein Reserverad oder Notfall-Pannenset vorliegt, kann das beschädigte Rad gewechselt oder geflickt werden – vorausgesetzt natürlich, du kannst eine sichere und korrekte Montage/ Reparatur gewährleisten. Bei fehlendem Equipment kann die Pannenhilfe weiterhelfen. Auch wenn der Reifen auf der Fahrbahn zugewandten Seite defekt ist, kann es sicherer sein, den Abschlepper zu rufen und den beschädigten Reifen erst auf dem nächsten Parkplatz zu reparieren. So verhinderst du die Gefahr, vom vorbeifahrenden Verkehr erfasst zu werden.

 

Info: Befindest du dich auf der Autobahn ohne Netzwerkverbindung, kannst du alle 2 Kilometer über eine Notrufsäule um Hilfe rufen. Säulen mit einem Hebel stellen automatisch Kontakt her, sobald dieser umgelegt wird. Notrufsäulen mit zwei Knöpfen verbinden dich über den roten Kopf mit der Unfall-Hilfe und über den gelben Knopf mit der Pannenhilfe.

Top Tipps vor dem Reifenkauf

Um einer Reifenpanne so gut wie möglich vorzubeugen, ist zum einen die Qualität, aber zum anderen auch die korrekte Anbringung der Reifen sowie eine schonende Benutzung entscheidend. Regelmäßiges auf den Bürgersteig rumpeln mit dem Transporter kann irgendwann zum Reifenplatzer auf der Autobahn führen. Im großen Transporter-Sommerreifen-Vergleich haben wir die beliebtesten Modelle verglichen und verraten dir, welcher Sommerreifen der Beste ist. 

Der wichtigste Grund für einen Reifenwechsel ist allerdings das abgefahrene Profil. Auch wenn gesetzlich ein Restprofil von mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben ist, empfehlen Experten doch ein noch weitaus tieferes Reifenprofil, wenn man bedenkt, dass Reifen beim Neukauf ein Profil von sieben bis neun Millimeter vorweisen. Vor allem beim Kauf gebrauchter Reifen ist dieser Faktor besonders zu beachten. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Reifen bei geringer Nutzung unendlich lange genutzt werden sollte, denn genau wie wir altert auch der Reifen. Vor allem bei Winterreifen macht sich der Alterungsprozess stark bemerkbar, da die Reifen mit der Zeit aushärten und dadurch im Zweifel weniger Auflagefläche bieten und bei Unebenheiten weniger nachgeben. Aber auch Sommerreifen können mit der Zeit an Qualität verlieren und porös werden. Daher gilt: Reifen sollten nie länger als fünf bis sechs Jahre genutzt werden.

Wenn du dir immer noch ungewiss bist, helfen wir dir gerne weiter. Beim KARABAG Räder- und Reifenservice erhältst du alle Informationen zur richtigen Bereifung.

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