Interview mit Wohnmobil-Fahrer Bernd-Rüdiger Ristow

In unserer Interview-Reihe „Ein Wohnmobil ist kein Fahrzeug, sondern ein Lebensgefühl“ befragen wir regelmäßig Wohnmobilisten zu ihrer Leidenschaft, dem Reisen mit dem Wohnmobil. Den Anfang macht Bernd-Rüdiger Ristow, ehemaliger Berufsschulleiter, der noch vor gar nicht so langer Zeit seine Begeisterung für Wohnmobile entdeckt hat. Bernd-Rüdiger Ristow ist erst seit 2015 Wohnmobilbesitzer, möchte seinen ausgebauten Kastenwagen aber nicht mehr missen. Was für ihn der Urlaub mit dem Camper bedeutet und was Karabag aus seiner Sicht zum Wohnmobil-Experten macht, hat er uns im Interview erzählt.

Herr Ristow, was ist für Sie das Besondere am Urlaub mit dem Wohnmobil?

Das Besondere an einem Urlaub mit dem Wohnmobil ist die Flexibilität. Ich kann vieles spontan und nach Bauchgefühl entscheiden. Manchmal fahre ich ohne Ziel los und entscheide dann unterwegs, wo ich halten möchte. Mein Reiseziel ist natürlich auch abhängig vom Wetter. Daher habe ich mir eine Wetter-App heruntergeladen und bei der Rubrik „where to go“ kann ich nachschauen, wo das Wetter in der Umgebung am besten ist. Dass ich reisen kann, wohin ich möchte, vermittelt mir einfach ein gewisses Gefühl von Freiheit.

Fahren Sie immer zu Ihrem Lieblings-Campingplatz oder sind Sie eher Welterkunder?

Ich persönlich fahre lieber auf einen Wohnmobilstellplatz. Ich bin definitiv eher ein Welterkunder. Ich halte dort, wo es mir gefällt und erlebe gerne neue Sachen. Wenn ich in Richtung Süden fahre, dann lege ich aber meist an den gleichen Stellplätzen in Autobahnnähe einen Stopp ein. Dort weiß ich, dass die Lage gut ist und ich für die Weiterfahrt noch bequem einkaufen kann.

Kommt für Sie nur noch ein Wohnmobil-Urlaub in Frage oder wäre auch ein Pauschalurlaub denkbar?

Nein, ich mache nicht nur Wohnmobil-Urlaube. Ich fahre zwar sehr gerne mit dem Wohnmobil und bin im Jahr gute zwei Monate damit unterwegs, aber nicht jedes Reiseziel eignet sich für eine Reise mit dem Wohnmobil. Ich mache zwar keine Pauschalreisen, aber ich reise sehr gerne in andere Städte und für einen Städtetrip ist ein Wohnmobil nicht immer ideal. Zudem kommt man von Hamburg mit dem Flieger überall schnell hin.

Auf welchem Wohnmobilstellplatz sollte jeder Wohnmobil-Fahrer einmal gewesen sein?

Es gibt einen tollen Stellplatz, den ich gerne weiterempfehle: Lampaul-Plouarzel (Rue de Beg Ar Vir, 29810 Lampaul-Plouarzel). Das ist ein ganz kleiner Stellplatz in der westlichen Bretagne – in der Nähe von Brest. Es ist ein traumhafter Platz, das Gebiet ist hügelig und befindet sich auf einer Landzunge. Rechts und links ist man dort nur vom Strand umgeben. Im April war ich dort zum aller ersten Mal und das Licht schien so toll auf das Meer, dass ich trotz der Kälte ins Wasser gegangen bin. Der Stellplatz hat für mich irgendwie etwas Magisches.

Wann begann Ihre Leidenschaft für das Reisen mit dem Wohnmobil?

Im Jahr 2015 bin ich in den Ruhestand gegangen und da ich schon immer mal eine Reise mit dem Wohnmobil machen wollte, habe ich diese Zeit genutzt. Meine Partnerin und ich haben uns für eine Woche einen Kastenwagen gemietet und wir waren sofort begeistert. Ohne zu zögern habe ich mir dann selbst einen Kastenwagen bestellt und seitdem komme ich ziemlich viel rum.

Meine Leidenschaft für das Wohnmobil-Reisen teile ich auch auf YouTube. Ich habe dort meinen eigenen Kanal und dokumentiere unter anderem die Stellplätze und die tollen Orte, die ich bereise.

Das folgende Video ist eine Dokumentation über Frankreich und zeigt auch meinen Lieblingsstellplatz Lampaul-Plouarzel.

Was ist Ihre schönste Anekdote, wenn Sie an Ihre Wohnmobil-Urlaube zurückdenken?

Es gibt eine Geschichte, die ich persönlich urkomisch finde: Der Ducato hat eine Reifendruck-Warnanlage, das heißt, wenn der Luftdruck im Reifen fällt, bekommt man eine Warnung. Ich war in Frankreich unterwegs und plötzlich gab es eine Warnung, dass es einen Defekt gibt. Ich bin dann also um das Fahrzeug gelaufen und habe geschaut, ob noch genügend Luft in den Reifen ist. Ich konnte allerdings nichts entdecken, was mich aber irgendwie beunruhigt hat. 

Als ich dann in der Nähe von Brest war und mein Fahrrad hinten herunternehmen wollte, bemerkte ich, dass zwar nicht die Fahrzeugreifen Luft verloren hatten, sondern mein Fahrrad. Es hatte einen Platten. Also ich muss sagen, eine wirklich tolle Warnanlage, die dann sogar das Fahrrad im Blick hat.

Was für ein Wohnmobil fahren Sie und was ist das Besondere daran?

Ich fahre einen Westfalia Columbus, aufgebaut auf einem Fiat Ducato Kastenwagen. Es ist ein sehr kompaktes Fahrzeug – sechs Meter lang und verfügt über einen drei Liter Motor. Mit dem kann ich dann auch mal ordentlich Gas geben. Da ich in der Stadt wohne, ist ein Ducato Kastenwagen ideal, ansonsten findet man meist nie einen geeigneten Parkplatz. Zudem ist der Ducato vom Preis-Leistungsverhältnis optimal. Das Besondere an meinem Wohnmobil ist seine Wintertauglichkeit. Es verfügt über eine Diesel- sowie eine Fußbodenheizung.

Was ist Ihnen an einer Wohnmobil-Werkstatt wichtig?

Mir ist vor allem wichtig, dass ich gut beraten werde und das es sich nicht um eine reine Transporter-Werkstatt handelt. Ich lege großen Wert darauf, als Wohnmobilfahrer wahrgenommen zu werden.

Was macht Karabag aus Ihrer Sicht zum Wohnmobil-Experten?

Bei Karabag wird man sehr gut beraten. Ich habe beispielsweise mein Fahrwerk nachbessern lassen. Hinten ist eine Luftfederung eingebaut worden und vorne längere Federn. Jetzt fährt mein Wohnmobil weicher und super geradeaus. Ich fühlte mich bei der Entscheidung von Karabag sehr gut betreut. Alle Fragen werden stets fachkundig beantwortet und auch einen Werkstatt-Termin zu vereinbaren ist sehr unkompliziert. Ich musste einmal einen Ölwechsel durchführen lassen, allerdings kam ich zu einer beliebten Uhrzeit und es war kein Termin mehr frei. Zu meinem Glück wurde mir dann eine Lücke in der anderen Werkstatt angeboten. Diese Flexibilität und den Einsatz schätze ich. Es wird sich sehr um die Kunden bemüht und das finde ich sehr gut.

Wir danken Bernd-Rüdiger Ristow für das Interview und wünschen ihm weiterhin viele unvergessliche Erlebnisse mit seinem Wohnmobil.

Zum Seitenanfang