Ein Wohnmobil ist kein Fahrzeug, sondern ein Lebensgefühl – Interview mit Andi Koke

In unserer Interview-Reihe „Ein Wohnmobil ist kein Fahrzeug, sondern ein Lebensgefühl“ befragen wir regelmäßig Wohnmobilisten zu ihrer Leidenschaft, dem Reisen mit dem Wohnmobil.

Andi Koke, Einkaufsleiter bei der FUCHS Fördertechnik AG ist durch und durch ein begeisterter Wohnmobilist. Was für ihn das Besondere am Urlaub mit dem Wohnmobil ist und was Karabag aus seiner Sicht zum Wohnmobil-Experten macht, hat er uns im Interview erzählt.

Was ist für Sie das Besondere am Urlaub mit dem Wohnmobil?

Das Besondere am Urlaub mit dem Wohnmobil ist für mich in erster Linie das Freiheitsgefühl. Man ist nicht an irgendwelche Zeiten oder Termine gebunden. Auf Reisen mit dem Wohnmobil fühle ich mich vollkommen frei und unabhängig. Sollte das Wetter an einem Ort mal schlecht sein, fahre ich einfach dorthin, wo es besser ist. Diese Flexibilität ist beispielsweise nicht gegeben, wenn man ein Hotelzimmer für zwei Wochen oder länger gebucht hat.

Fahren Sie immer zu Ihrem Lieblings-Campingplatz oder sind Sie eher Welterkunder?

Sowohl als auch. Ich fahre schon gerne zu meinen Lieblings-Campingplätzen. Diese reserviere ich dann in der Regel auch immer im Voraus. Bisher bin ich aber “nur” durch Europa gereist. Wenn es sich später einmal zeittechnisch ergibt, wäre es schön auch außerhalb Europas mit dem Wohnmobil zu reisen. Ich würde dann auch meinen Camper verschiffen lassen.

Kommt für Sie nur noch ein Wohnmobil-Urlaub in Frage oder wäre auch ein Pauschalurlaub denkbar?

Eigentlich kommen für uns nur noch Wohnmobil-Urlaube in Frage. In den Sommer- und Herbstmonaten verreisen wir ausschließlich mit dem Wohnmobil. Den Winterurlaub verknüpfen wir mit einem Hotelaufenthalt. Wir machen sehr gerne Wintersport und dafür ist unser Wohnmobil mit sechs Metern Länge einfach zu klein. Wir hatten mal ein Wohnmobil mit acht Metern Länge und das war platztechnisch und mit einem größeren Bad dann auch angenehmer.

Auf welchem Wohnmobilstellplatz sollte jeder Wohnmobil-Fahrer einmal gewesen sein?

Ein sehr toller Stellplatz ist der Reisemobilpark Urbachtal in Hessen. Diesen nutzen wir sehr gerne für die Durchreise. Der Stellplatz ist umgeben von Wiesen und Wäldern, was sehr schön ist. Wir bleiben dann meist zwei oder drei Tage dort. Der Stellplatz ist auch relativ neu, alles ist sauber und die Sanitärbereiche sind sehr gut und modern. Der Platzbetreiber ist super freundlich – er ist übrigens der Inhaber der Firma Hünerkopf, die Luxus-Wohnmobile aus- und umbaut.

Wann begann Ihre Leidenschaft für das Reisen mit dem Wohnmobil?

Die Leidenschaft für das Reisen mit dem Wohnmobil begann so ungefähr vor 14 Jahren. Es fing alles mit einem VW T4-Bus an. Diesen habe ich selbst ausgebaut. Ganze drei Jahre bin ich mit ihm gefahren und habe eine Menge erlebt. Nach dem T4 haben wir uns dann einen Camper mit acht Metern Länge und eine Weile später einen Kastenwagen mit sechs Metern Länge angeschafft.

Was ist Ihre schönste Anekdote, wenn Sie an Ihre Wohnmobil-Urlaube zurückdenken?

Wir sind einmal mit dem Wohnmobil nach Südtirol gefahren. Im Vorfeld hatten wir keinen Camping- oder Stellplatz gebucht. Das war eindeutig ein Fehler, denn jeder Platz war vollkommen ausgebucht. Wir sind unglaublich viele Plätze abgefahren und auf dem letzten Platz sagte uns der Betreiber, dass wir es bei einem Stellplatz am Kalterer See, in der Nähe von Tramin, versuchen sollten. Wir sind also dorthin gefahren, haben eine Runde gedreht und gesehen, das es hier auch keine Möglichkeit für uns gab zu stehen.

Wir wollten gerade hinausfahren und plötzlich sprang eine Frau vor unser Fahrzeug und schrie aufgeregt: Oh Sie kommen aus Hamburg, das ist ja toll. Kommen Sie mit, ich zeigen Ihnen wo Sie noch stehen können. Ich teilte ihr mit, dass ich herumgefahren wäre und alles abgesucht hätte, aber wirklich nichts mehr frei wäre. Sie zeigte uns dann einen Platz und zwar direkt neben ihrem Wohnmobil. Zwischen unseren Wohnmobilen war lediglich noch ein halber Meter Platz. Die Markise musste sie zwar einfahren und die Fenster schließen, aber das war scheinbar kein Problem. Sie hatte sich so gefreut, dass sie Leute aus Hamburg getroffen hatte. Letztendlich konnten wir uns quasi aus dem Toilettenfenster heraus unterhalten. Das war auf jeden Fall eine lustige Begegnung. Für die nächste Reise nach Italien wissen wir aber nun, das man auf jeden Fall einen Stellplatz vorab reservieren muss.

Was für ein Wohnmobil fahren Sie und was ist das Besondere daran?

Ich fahre einen Adria Twin Kastenwagen, aufgebaut auf einem Fiat Ducato. Das Besondere daran ist, das er mit 180 PS schön schnell ist. Zudem ist das Wohnmobil mit seinen sechs Metern sehr kompakt, sodass ich dieses auch als alltägliches Fahrzeug in der Stadt nutzen kann. Ich fahre des Öfteren auch nach Skandinavien zum Angeln und entlegene Stellen sind mit dem Adria Twin Kastenwagen super zu erreichen. Mit einem größeren Fahrzeug wäre dies schon problematischer, da dort auch viele Feldwege sind. Besonders ist zudem der Fernseher, den ich mir habe einbauen lassen und die nachgerüstete Luftfederung.

Was ist Ihnen an einer Wohnmobil-Werkstatt wichtig?

Für mich ist Zuverlässigkeit das Wichtigste und damit einhergehend die Einhaltung von Terminen. Ich möchte mich auf die Werkstatt und die Leute, die dort arbeiten, verlassen können. Es muss alles seine Richtigkeit haben und ich möchte nichts Nachkontrollieren müssen. Des Weiteren ist es für mich wichtig, dass ich mich bei der Werkstatt, die ich mir ausgesucht habe, auch wohlfühle.

Was macht Karabag aus Ihrer Sicht zum Wohnmobil-Experten?

Bei Karabag hat wirklich jeder ein offenes Ohr und ist immer äußerst hilfsbereit – auch wenn man in Eile ist. Wir wollten mal ein Wochenende wegfahren und dann ist leider Wasser auf den Common-Rail-Geber gekommen. Der Motor ging immer wieder aus. Mit einem Abschlepper bin ich dann an einem Freitagnachmittag zur Werkstatt gefahren und habe den Servicemitarbeiter meines Vertrauens gefragt, ob sie die Reparatur noch am selben Tag hinbekommen würden. Der Servicemitarbeiter fragte den Lageristen, ob das Ersatzteil da wäre, aber er verneinte und betonte, dass es jetzt auch schon 15 Uhr wäre.

Der Servicemitarbeiter sagte nur, dass es ihm egal wäre und dass das Ersatzteil dann aus einem anderen Fahrzeug ausgebaut und in mein Wohnmobil eingebaut werden müsse. Mit dieser Aussage hat er viele Pluspunkte bei mir gesammelt und ich werde deshalb der Firma Karabag immer treu bleiben. Das Einbauen des Ersatzteils lief einwandfrei. Ich habe dann ordentlich etwas in die Kaffeekasse getan und alle waren glücklich.

Wir danken Herrn Koke für das Interview und wünschen ihm und seiner Frau weiterhin viele unvergessliche Erlebnisse mit seinem Wohnmobil. 

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