Einparktipps für Transporter und Wohnmobile – das musst du wissen!

Schon mit einem kleinen PKW kann das Einparken einem den letzten Nerv kosten – mit einem Transporter oder einem Wohnmobil wird da noch mal eine Schippe draufgelegt, denn durch die Größe musst du nicht nur den größeren Wendekreis, die Nutzlast und die mitunter fehlende Sicht durch den Rückspiegel mit einkalkulieren, sondern auch im Wohngebiet viel aufmerksamer sein.
Mit einem Transporter oder Wohnmobil richtig einzuparken, kann eine ziemliche Herausforderung werden. Auch, weil es nicht überall erlaubt ist, mit Wohnmobilen oder Transportern zu parken. Mit unseren Einparktipps für Transporter und Wohnmobile bist du aber bestens vorbereitet und wirst von keiner Einpark-Situation mehr kalt erwischt.  

Die Parklücken

Vorab ein paar Begriffserklärungen, die nach “Beamtendeutsch“ klingen, aber tatsächlich die offiziellen Bezeichnungen für bestimmte Parkpositionen sind. Denn die „Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs” (EAR) – oder kurz gesagt: Empfehlungen für Parkplätze – unterscheiden zwischen drei allgemeinen Aufstellarten:

Längsaufstellung

Die Längsaufstellung ist die gängigste Form, auf deutschen Straßen zu parken. Dabei ist die Parkfläche parallel zur Fahrbahn ausgerichtet. Du parkst dein Fahrzeug also seitwärts in die Parklücke ein. Für dich bedeutet das, dass du entweder rückwärts oder vorwärts einparken musst.

Schrägaufstellung
Diese Form ist gängig auf Parkplätzen. Der Aufstellwinkel beträgt zwischen 45 und ca. 81 Grad. Einparken kannst du vorwärts, ausparken rückwärts.

Senkrecht-/Queraufstellung
Hierbei bilden die Parkfläche und die Fahrbahn einen rechten Winkel. Einparken kannst du sowohl vorwärts, als auch rückwärts. Diese Aufstellart findest du eher in Nebenstraßen und auf Parkplätzen, denn durch das Ein- und Ausparken wird der Verkehrsfluss oft behindert. 

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Allgemeine Tipps zum Einparken

Das Einparken bereitet vielen Autofahrern Schwierigkeiten, darum haben wir drei ultimative Einparktipps für dich zusammengestellt:

Parken am Straßenrand
Wenn du am rechten Straßenrand einparken möchtest, stell dirfür die optimale Sicht den rechten Außenspiegel zum Bordstein nach unten. Bei manchen Fahrzeugen wird der rechte Außenspiegel sogar bereits beim Einlegen des Rückwärtsgangs angeklappt. So kannst du genau sehen, wie weit du noch an den Bordstein fahren kannst.

Die passende Parklücke finden
Besonders in Parklücken auf der Straße passiert es oft, dass du rückwärts seitwärts einparken musst. Damit das auch gut klappt, solltest du vor dem Einparken einmal schauen, ob dein Auto überhaupt in die Parklücke passt. Um das einschätzen zu können, stelle dich erst einmal neben die Parklücke. Wenn dein Fahrzeug in seiner ganzen Länge gut neben die Lücke passt, sollte es auch mit dem Einparken klappen.

Rückwärts einparken: So meisterst du es!
Um rückwärts oder rückwärts-seitwärts einzuparken, fährst du komplett neben das Auto, hinter dem du parken möchtest. Lege nun den Rückwärtsgang ein und blicke nach hinten. Jetzt fährst du langsam gerade zurück, bis du in der Mitte des hinteren rechten Seitenfensters das Heck des anderen Wagens sehen kannst. Schlage nun nach ganz rechts ein und fahre weiter langsam zurück, bis du im 45-Grad-Winkel zum Bordstein stehst. Zum Schluss musst du nur noch gegenlenken, bis du gerade in der Parklücke stehst.

Richtig Einparken mit dem Transporter

Über die Parkerlaubnis brauchst du dir mit einem Transporter auch im Wohngebiet keine Gedanken zu machen: du kannst rund um die Uhr völlig legal überall parken. Nur Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 7,5 Tonnen ist es laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt, zwischen 22 und 6 Uhr in reinen Wohngebieten zu parken. Du darfst mit deinem Transporter übrigens bis zu zwei Parkplätze belegen.

Beim Fah­ren ei­nes Trans­por­ters fehlt dir meistens der Rück­spie­gel, sodass du beim Rückwärtsfahren die Seitenspiegel für die Orientierung nutzen musst. Daher ist die richtige Positionierung der Außenspiegel wichtig, denn wenn die Winkel nicht stimmen, steht dein Transporter am Ende schief in der Parklücke oder du übersiehst gar im Weg stehende Personen und Gegenstände.

Deshalb ist es beim Rückwärtsfahren mit einem Transporter immer hilfreich, wenn du eine zweite Person als Einweiser hast, auf die du dich verlassen kannst. Wenn das nicht immer möglich sein sollte, ist eine Rückfahrkamera überaus empfehlenswert. Heutzutage sind Rückfahrkameras bei den meisten Transportermodellen schon eingebaut oder können optional dazu bestellt werden. Auch Parksensoren, die Warnsignale von sich geben, sobald du mit deinem Transporter zu dicht an ein anderes Fahrzeug, einen Baum oder ähnliches fährst, erleichtern dir das Einparken.

Richtig Einparken mit dem Wohnmobil

Beim Einparken mit dem Wohnmobil gelten prinzipiell dieselben Regeln wie beim Transporter: Lass‘ dir beim rückwärts Einparken von einem Einweiser helfen. Für das Rangieren solltest du immer das Radio ausstellen und das Fenster öffnen, um den Helfer besser zu hören. Der Einweiser steht dabei so, dass er für den Fahrer jederzeit sichtbar bleibt. Wenn du den Einweiser im Rückspiegel oder über die Rückfahrkamera nicht mehr sehen solltest, halte sofort an.

Bei Dunkelheit ist für den Einweiser zudem eine Taschenlampe sinnvoll. Im Gegensatz zum Pkw ist der tote Winkel eines Wohnmobils natürlich viel größer – dieser Umstand erfordert von dir mehr Umsicht und Aufmerksamkeit beim Rangieren. Inzwischen sind aber alle gängigen Wohnmobil-Modelle mit Rückfahrkameras ausgestattet und helfen dir beim sicheren Einparken via Sensoren. 

Einparkhilfe und Parkassistent

Serienmäßig kannst du in den Transportern und Wohnmobilen längst auf Einparkhilfen wie 360°-Kameras, Sensoren an Fahrzeugfront und -heck sowie Parkassistenten zurückgreifen, die dir das Einfädeln in die Parklücke erleichtern. Um das Fahren, Rangieren und Einparken bei Wohnmobilen zu vereinfachen, empfehlen sich zudem Weitwinkel-Außenspiegel, die den Toten Winkel so klein wie möglich halten. Wir haben die gängigsten Systeme für dich im Überblick: 

Parksensoren

Wie funktionieren Einparkhilfen? Häufig werden vier bis acht Parksensoren verwendet, die an der hinteren oder vorderen Stoßstange angebracht werden. Diese Parksensoren werden dann jeweils einzeln mit dem Signalgeber verbunden, der entweder am Heck oder im Cockpit angebracht wird. Zur Auswahl stehen hier akustische und optische Signale. Erstere verdeutlichen den Abstand zum Hindernis durch ein schneller werdendes Piepen letztere Variante ist mit einem Display ausgestattet, auf dem du den Abstand sehen kannst. 

Die Parksensoren können sogar komplett mit 360° um das Fahrzeug herum Signale senden. Auch sehr praktisch sind Warnsignale, die dein Fahrzeug nach außen hin abgibt, also Pieptöne, die zum Beispiel Fußgänger und Radfahrer darauf hinweisen, dass du gerade am Einparken bist und eventuell zurücksetzt.

 

Rückfahrkameras

Mit Rückfahrkameras, wie man sie zum Beispiel beim Fiat Ducato findet, parkst du mit einer Videokamera anstatt mit Parksensoren ein. Die Verkabelung erfolgt durch das Fahrzeug bis zum Cockpit, wo die Kamera mit dem Monitor verbunden wird. Die handelsüblichen Rückfahrkameras haben einen Betrachtungswinkel von 170°, die Fiat Ducato Rückfahrkamera ist jedoch zusätzlich mit 360° Sensoren ausgestattet. Dadurch wird der tote Winkel verkleinert, mehr Übersicht beim Rückwärtsfahren gewährt und das Einparken erleichtert. Den Einbau solltest du allerdings einem Fachmann überlassen bzw. direkt bei der Bestellung des Fahrzeugs in Auftrag geben. 

 

Digitaler Rückspiegel

Bei neuen Transporter- und Wohnmobilmodellen wie dem Fiat Ducato Serie 8 gibt es sogar schon einen digitalen Rückspiegel. Durch eine hochauflösende Weitwinkel-Kamera, die hinten am Fahrzeug bei der Zusatzbremsleuchte verbaut ist, ermöglicht dir der digitale Rückspiegel auf einer 9” LCD-Anzeige eine uneingeschränkte Sicht auf den gesamten Bereich hinter deinem Fahrzeug.

Parkassistent

Neue Transporter und Wohnmobile sind zum Teil auch schon mit einem aktiven Parkassistenten ausgestattet, der dir dabei hilft, einen Parkplatz in passender Größe zu finden. Viele Parkassistenten übernehmen mittlerweile sogar die Lenkung, sodass du nur noch auf Gas und Bremse treten musst und den Vorwärts- oder Rückwärtsgang einlegst.

Parksensoren nachrüsten

Falls keine Einparkhilfe serienmäßig verbaut ist, kannst du dir die Parksensoren nachrüsten. Dazu eignet sich ein kabelloser Parksensor, um das Fahrzeug ganz einfach aufzurüsten. Der Nummernschild-Rahmen mit integrierten Sensoren wird schnell über das Smartphone verbunden und erfüllt dann so gut wie alle Leistungen der üblichen Parksensoren. Die Abstände werden dir hierbei in der passenden App angezeigt – allerdings musst du diese dann auch vor jedem Parkvorgang starten. Und bedenke bitte, dass die Handybedienung verboten ist, während der Motor läuft.

Die wichtigste Einparkregel: Ruhe

Beim Einparken gilt generell: Nimm dir Zeit, bewahre Ruhe und achte auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Denn auch mit den serienmäßigen Einparkhilfen bleibt der Mensch der wichtigste Faktor. Ein ruhiger Fahrer wird ganz gleich, ob mit dem Transporter, dem Wohnmobil oder dem Pkw jede Parksituation meistern.

Gute Fahrt und vor allem: Gutes Einparken! 

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