Auf Wohnmobil-Tour entlang der Costa de la Luz

In den Bergen Andalusiens finden Sie Dörfer, die sich durch einen ganz besonderen Charme auszeichnen: „Die weißen Dörfer” - Pueblos Blancos genannt. Wegen ihrer im leuchtenden Weiß gekalkten Häuser und der verschachtelten Gassen erinnern sie an die maurische Zeit von Al-Andalus aus dem achten bis 15. Jahrhundert. Würden sich diese Dörfer entscheiden, ihre Häuser bunt anzustreichen, würden sie ihren Status als „weißes Dorf” verlieren.

Die Costa de la Luz wird oft und gerne als „die Küste des Lichts” beschrieben. Auch dieser Beschreibung waren wir auf der Spur und finden sie absolut zutreffend! Die Region zwischen der südlichsten Spitze Spaniens bei Tarifa und der spanisch-portugiesischen Grenze besticht durch endlos lange Sandstrände, wunderschöne alte Städte und abends verzaubert Sie das Spektakel der untergehenden Sonne. Denn die geografische Lage des südlichen Andalusiens sorgt dafür, dass die Sonne jeden Abend im Atlantik untergeht und die Sandstrände in ein magisches Licht voller unterschiedlichster Rottöne taucht. Wir haben die besten Tipps zu Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten rund um Ihre Wohnmobil-Tour entlang der Costa de la Luz für Sie zusammengetragen.  

Anreise: Mit dem Wohnmobil & per Flugzeug:

Viele Fluggesellschaften (TUIfly, Condor, easyJet, Germanwings oder auch Ryanair) fliegen von beinahe allen deutschen Flughäfen aus nach Malaga, Sevilla oder Jerez. Dort geht es weiter mit dem Wohnmobil. 

Wohnmobile in Costa de la Luz mieten

Die Reise nach Andalusien ist zwar mit ca. 3 Stunden Flugzeit von Deutschland aus moderat, trotzdem ist es von Vorteil direkt vor Ort einen Camper zu mieten und damit die Costa de la Luz zu entdecken. Am besten starten Sie in Andalusien von Sevilla oder Jerez aus, denn diese Städte bieten sich aufgrund ihrer Lage perfekt als Ausgangspunkt für Ihre Wohnmobil-Tour durch die Costa de la Luz an. Wir empfehlen Ihnen jedoch Ihr Wohnmobil so weit wie möglich im Voraus zu buchen, denn gerade in der Hauptsaison sind die verfügbaren Wohnmobile schnell ausgebucht. Die meisten Anbieter und Reisebüros in Deutschland stehen dafür in direkten Kontakt mit den Vermietern vor Ort. Das macht es einfach, Sie bei der Buchung zu beraten und die Reservierung für Sie durchführen. 

Mit dem Wohnmobil direkt aus Deutschland

All diejenigen, die nicht mit dem Flugzeug anreisen möchten, sondern gleich mit dem eigenen Wohnmobil Spanien entdecken wollen, können natürlich auch sehr einfach über die gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur nach Costa de la Luz gelangen. Ab Spanien folgen Sie einfach der E-80/E-803 bis hinab nach Costa de la Luz. 

Das schönste Reise-Wetter

Die Costa de la Luz erstreckt sich über 200 Kilometer entlang der südwestlichen Atlantikküste Spaniens und liegt damit im mediterranen Klima. Im Sommer ist es sehr sonnig und angenehm warm, während das Wetter im Winter eher regnerisch-frühlingshaft ausfällt. Im Sommer erreicht das Thermometer eine Durchschnittstemperatur von ca. 29 Grad und selbst nachts liegen die Werte bei 20 Grad. Im Juni und August können Sie sich zudem auf ca. 10 Stunden Sonnenschein freuen, dafür regnet es kaum bis gar nicht. Die Tiefstwerte werden im November und Dezember erreicht, dann liegen die Temperaturen zwischen 14 und 11 Grad. 

Unser Tipp:

Da der Hochsommer von Juni bis August in der Regel heiß und trocken ist, empfehlen wir den Frühling oder den Spätsommer (Ende August bis Ende September) für Ihre Reise nach Costa de la Luz zu nutzen. Die Temperaturen sind dann sehr angenehm, die Luft klar und ein erfrischendes Bad im Atlantik können Sie auch nehmen.  

Highlights & Aktivitäten an der Costa de la Luz

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, was Sie an der Costa de la Luz unbedingt einmal gesehen oder erlebt haben sollten. 

Vejer de la Frontera

Fernab der Touristenströme lädt Sie dieser Ort zum Schlendern und Träumen ein. Die kleine Stadt Vejer de la Frontera, liegt etwa 9 Kilometer von der Küste entfernt im Landesinneren auf einem Hochplateau und ist vollständig von einer Mauer umgeben. 

Von den kostenfreien Parkplätzen kurz hinter den Stadttoren aus können Sie Ihre Rundtour beginnen. Die alte Stadtmauer ist ca. 2 Kilometer lang und besitzt vier Stadttore und drei Türme. Im historischen Stadtkern erwarten Sie das Castillo, eine ehemalige maurische Burg aus dem 10./11. Jahrhundert, die auf dem höchsten Punkt der Altstadt angelegt wurde. Die Pfarrkirche Divino Salvador aus dem 14. Jahrhundert wurde ab Ende des 16. Jahrhunderts im spätgotischen Stil erweitert und ist ein beeindruckender Ort, dessen Mauern in der Stille immer noch die Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten weitererzählen. Die Iglesia Parroquial del Divino Salvador ist eine weitere Klosterkirche, die auf einer alten Moschee unter Einfluss des gotisch-maurischen Stils des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Das Altarbild des Hauptaltars ist besonders beeindruckend!
Bummeln Sie anschließend in aller Ruhe durch die verwinkelten Gassen mit den Blumenkübeln, genießen Sie die Aussicht über die Stadt von der Burg aus und entspannen Sie sich bei einem Glas Wein an der Plaza de España – dem zentralen Platz der Stadt. Der mit seinen Palmen umrundete Springbrunnen mit Fliesen aus Sevilla und dem alten Rathaus übt eine ganz besondere Atmosphäre aus.

Adresse: Plaza de la Paz, 1, 11150 Vejer de la Frontera, Cádiz, Spanien (Parkplatz)

Cabo Trafalgar

Das Kap Trafalgar können Sie bereits von Vejer de la Frontera aus sehen. Hier fand am 21. Oktober 1805 eine der berühmtesten Seeschlachten der Weltgeschichte statt. Bei dieser Schlacht besiegte die englische Flotte unter Admiral Nelson die vereinigte Flotte von Frankreich und Spanien. Das Kap Trafalgar liegt an einem wunderschönen Sandstrand der südlichen Costa de la Luz am Rande von Los Caños de Meca. Dieser Ortsteil gehört zu der kleinen Hafenstadt Barbate. Den Leuchtturm des Kaps können Sie schon von weitem aus bewundern. Er steht ziemlich genau in der Mitte der Küstenlinie zwischen Cádiz und Tarifa. 

Beim Leuchtturm angekommen, verweist nur noch eine einfache Schautafel auf die historische Bedeutung dieses historischen Fleckchens Erde. Die Seeschlacht markiert nämlich den Anfang vom Ende des napoleonischen Reiches, denn nachdem Napoleons Flotte am Kap Trafalgar von den Engländern vernichtet wurde, war ihm eine Invasion Englands nicht mehr möglich.

Für Spanien bedeutete diese Niederlage, dass der Hafen von Cádiz seine Bedeutung als Tor zu den spanischen Kolonien verlor. Kein Wunder also, dass Spanien auch heute noch keine große Lust darauf hat, das Kap Trafalgar als Ort eines historischen Ereignisses bekannt hervorzuheben. Denn für England bedeutete der Sieg, sich für ein Jahrhundert zum Herrscher der Weltmeere aufschwingen. Die Nelson Säule am Trafalgar Square in London erinnert noch heute an den historischen Sieg von Lord Nelson. 

Adresse: 11159 Los Caños de Meca, Provinz Cádiz, Spanien (Parkplatz Las Dunas) 

Alcázar von Jerez de la Frontera

Wenn Sie Jerez de la Frontera in der Provinz Cádiz besuchen, sollten Sie unbedingt das älteste Bauwerk der Stadt besichtigen: den Alcázar. Das Wort „Alcázar” kommt übrigens aus dem Arabischen (al-qasr) und bedeutet Festung. Beginnen Sie Ihre Besichtigung über die Orangenbaum-bestandene Calle Corredera, vorbei am Plaza de las Angustias, gelangen Sie zum Plaza del Arenal. Gleich in der Calle Alameda Vieja liegt die eindrucksvolle maurische Festung, die von Zypressen und wahrlich riesigen, uralten Palmen umgeben ist. Die Mauern der Festung haben einen Umfang von vier Kilometern. Ein großer Teil der Route um den Alcázar de Jerez ist parkähnlich angelegt und kann mit einem lockeren Spaziergang erforscht werden.

Seit dem elften Jahrhundert überdauert dieses mächtige Bauwerk Kriege, Machtwechsel und Witterungseinflüsse jeder Art. Ursprünglich von Mauren errichtet, beherbergte es während der Maurenherrschaft in Andalusien mehrere arabische Befehlshaber. Während der Wiedereroberung kam Jerez – und somit auch der Alcázar – im Jahr 1248 wieder unter kastilische Regierung. Doch die Besatzer hinterließen mit der Festung ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Baukunst. Heute ist das Alcázar eine der interessantesten und vielseitigsten Touristenattraktionen von Jerez.

Website: jerez.es

Adresse: Calle Alameda Vieja, s/n, 11403 Jerez de la Frontera, Cádiz, Spanien

Catedral de Cádiz

Die Kathedrale von Cádiz zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region. Sie ist im 18. Jahrhundert entstanden und liegt direkt am Meer und damit im historischen Zentrum von Cádiz an der Plaza de la Catedral. In nächster Nähe befindet sich der Fährhafen, die Kirche Santa Cruz und ein Teatro Romano. Das vordere Portal der Kathedrale öffnet sich Ihnen wie eine große Muschel und macht damit ihrem Namen Santa Cruz sobre el Mar oder Santa Cruz sobre las Aguas alle Ehre. Wenn Sie in den Abendstunden hierher kommen, verstärkt sich dieser Eindruck noch, denn die perlmuttweiße Farbe, verwandelt sich dann zu einem zartem rosa.

Der Bau der Kathedrale von Cádiz ist ein interessanter Stil-Mix und dauerte ganze 116 Jahre. Verschiedene Architekten und Baumeister gaben sich sprichwörtlich den Meißel in die Hand und integrierten dabei ganz unterschiedliche Stile: Barock, Rokoko und Neoklassik. Im Jahre 1838 wurde das Gotteshaus dann eingeweiht. Der helle Innenraum der Kathedrale wird von korinthischen Marmorsäulen strukturiert. Er misst 85 Meter Länge, 60 Meter Breite und beeindruckende 52 Meter Höhe. Im Sommer bietet er Ihnen innen kühle Temperaturen.

Adresse: Plaza de la Catedral, s/n, 11005 Cádiz, Spanien

Wassersportparadies

An der Costa de la Luz finden Sie jedoch nicht nur Entspannung, Ruhe und historische Sehenswürdigkeiten – die südliche Spitze der Region bei Tarifa ist auch das Mekka der Wind- und Kitesurfer. Durch die geografische Lage der Südküste, bläst der Wind häufig in Stärke 7-9 kontinuierlich durch die Meerenge von Gibraltar. Wer möchte, der unternimmt eine kurze Reise mit einem der vielen Fährkatamarane und taucht auf der anderen Seite des Atlantiks in die exotische Welt Afrikas ein, das von Tarifa nur 14 Kilometer entfernt ist. Fahren Sie einfach an der Küste entlang nach Tarifa und Conil, die für Wassersport-Fans bestens geeignet sind. Tarifa ist zudem die Surferstadt schlechthin.

Unser Geheimtipp:

Fahren Sie ans westliche Ende von Conil, dort finden Sie zwei Fischrestaurants, einmal das „La Ola Restaurant & Lounge Bar” und das „Francisco Fontanilla”, hier können Sie mit Stühlen im Sand sitzen, wunderbaren Wein und ausgesuchte Meeresfrüchte (allem voran den roten Thunfisch) genießen und dabei einen einzigartigen Sonnenuntergang erleben. Conil ist nämlich bekannt für seinen roten Thunfisch. Fischliebhaber kommen hier voll auf Ihre Kosten. 

Campingplätze entlang der Costa de la Luz

Wir haben für Sie eine kleine Auswahl an Campingplätzen entlang der Costa de la Luz herausgesucht: 

  1. Camping „La Rosaleda”: Der Campingplatz liegt in kurzer Distanz zu den feinen weißen Sandstränden und bietet eine Auswahl an 70 modernen Bungalows und 335 Parzellen. Der Campingplatz bietet alle Camping-Annehmlichkeiten: Restaurant, Supermarkt, Spielplatz, Sauna, Gym, Tennis-Platz, einen Pool und eine Wäscherei sowie hervorragende Sanitärgebäude.

    Website:
    https://campinglarosaleda.com/de/startseite/
    Adresse: Carretera del Pradillo, Km. 1,3 11140

  2. Camping „Tarifa“: Dieser Campingplatz ist für Surfer gedacht und darauf ausgerichtet. Er liegt 5 km von der Stadt Tarifa entfernt, von Pinien umgeben und direkt beim Strand von Los Lances. Ausgestattet mit allem, was Sie brauchen: Supermarkt, Sanitärräume, viele Stellplätze und Stromanschluss.

    Website: www.campingtarifa.es
    Adresse: C.N. 340, Km. 78.870, 11380 Tarifa, Cádiz, Spanien

  3. Camping „Playa Las Dunas S. Anton“: Der Platz liegt in dem gemeindeeigenen Naturgebiet „Dunas de San Antón“ und wird von einer 70 Hektar großen, mit Pinien bestandenen Waldfläche umgeben. Insgesamt verfügt der Platz über 490 Stellplätze, Sanitär- und Waschräume, Stromanschluss und weiteren Camping-Angeboten.

    Website: http://www.lasdunascamping.com/de/
    Adresse: Paseo Marítimo de la Puntilla, 0, 11500 El Puerto de Sta María, Cádiz, Spanien

Mit dem Wohnmobil entlang der Costa de la Luz

Mit dem Wohnmobil Costa de la Luz zu entdecken hat viele Vorteile: Sie sind flexibel und können das volle regionale und kulturelle Angebot der Region in all ihrer Vielfältigkeit nutzen. Auf der Website des ADAC können Sie sich außerdem den Campingplatz heraussuchen, der am besten zu Ihren Wünschen und Vorstellungen passt. Ganz gleich, ob Sie ein Wassersport-Fan sind, oder lieber die Geschichte und Kultur entdecken – die Costa de la Luz hat für alle etwas zu bieten. Schlendern Sie durch die engen, steilen und romantischen Gassen von Conil, Vejer und Tarifa oder entspannen Sie an den weißen Sandstränden – auf Sie warten wundervolle Entdeckungen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit entlang der Costa de la Luz!  

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